orgel ART museum

Der Grundriss des Gebäudes, dessen Architektur der Weite der Landschaft nachempfunden ist, spiegelt ein Orgelgehäuse wieder. Transparenz sowie die Spannung zwischen schweren, massiven und leichten Elementen sind prägend für die Architektur des orgel Art museums. Der 900 m² große weiße introvertierte Putzbau schafft in seiner zurückhaltenden Eleganz den Raum für die Präsentation von historischen und modernen Musikinstrumenten. Im Verlauf des Museumsrundganges gelangt die Besucherin / der Besucher in den Konzertsaal des Museums, das Kopfstück des Gebäudes.

Die Besucherin / der Besucher erlebt einen in Teilen durchaus auch sakral wirkenden Museumsbau, der von weißen, grauen und silberfarbenen Tönen bestimmt wird, und einen beruhigenden Kontrast zum Holz der Musikinstrumente bietet. Das Gebäude wird ergänzt durch Werke des kreuznacher Malers Walter Brusius. Der Maler reagiert mit dem Inhalt seiner Gemälde, aber nicht zuletzt auch mit der von ihm gewählten Platzierung auf die Architektur, und setzt seine Akzente zum Thema Orgel und Musik.

Das Ausstellungskonzept

Den Grundstock der Ausstellung bildet die Sammlung der Familie Oberlinger. Eine weitere Sammlung stellt die Orgelbauerfamilie Heuss als Leihgabe zur Verfügung.
Hauptbestandteil dieser Sammlungen sind historische und neue Orgeln. Aber auch besaitete Tasteninstrumente - Clavichorde, Spinette, Tafelklaviere, ein Lyraklavier, ein Giraffenklavier, verschiedene Hammerflügel und Pianinos bis zum modernen Designklavier - sind in den Sammlungen in einer Vollständigkeit vertreten, die lückenlose Dokumentation aller wesentlichen historischen Entwicklungsschritte des Klaviers von den Anfängen bis zur Gegenwart ermöglicht.
Als dritte Gattung der Tasteninstrumente sind einige Harmoniums vertreten, vom schlichten Reiseharmonium bis hin zu einem üppig ausgestatteten Kunstharmonium, das eine besondere Rarität darstellt.

Da einige frühe historische Formen der Orgel weltweit nicht im Original erhalten sind, oder da erhaltene Originale nicht der Öffentlichkeit zugänglich sind, wird die Orgelsammlung mit einigen Kopien und Restruktionen komplettiert, so ist unter anderem etwas ganz Ausgefallenes zu sehen: das Claviorganum - Orgel und Cembalo in einem Instrument.

Im Wechselprinzip werden immer wieder andere Instrumente der Sammlungen zu sehen sein. Sämtliche Instrumente sind Restauriert und in spielbarem Zustand.

  • Baubeginn: 31. Juli 2000
  • Einweihung: 25. September 2001
  • Bruttogesamtfläche: 883 m²

  • Entwurf und Gesamtkonzeption:
    Baudirektor Dipl.-Ing. Hans Bergs, Kreisverwaltung Bad Kreuznach

  • Projektsteuerung, Bauleitung
    JRN Cooperatives Baumanagement
    Dipl.-Ing. Jürgen Rothenberger, Niedermoschel

  • Ausführungsplanung, akustische Planung und Berechnung:
    Oberlinger Architekten
    Dipl.-Ing. Wolfgang Oberlinger
    Dipl.-Ing. Anja Oberlinger, Windesheim